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Isabell

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Montag, 7. Dezember 2009, 16:44

Wichtige Fakten und Erfahrungen zum Problem der richtigen Dosisfindung

Wichtige Fakten und Erfahrungen zum Problem der richtigen Dosisfindung

Beginn der Therapie und Findung der persönlichen Dosis, um eine optimale Ausschwemmung der Phosphate zu erreichen

1) Dr. Amand nennt als übliche Anfangsdosis eine Tagesdosis von 600 mg, aufgeteilt in zwei Einzeldosen = 1x morgens 300 mg und 1x abends 300 mg.
- Bei dieser Anfangsdosisierung soll man 1 Woche lang bleiben.

- Wer bereits innerhalb der ersten Therapiewoche erhebliche Verschlechterungen der Schmerzen verspürt, ist bereits bei seiner persönlichen Dosis angelangt. Er gehört damit zu den 20% aller Guaifenesinanwender, die schon bei dieser geringen Dosis ihre optimale Ausschwemmung gefunden haben.

- Unsere Erfahrungen tendieren dahin, dass es aus verschiedenen Gründen ratsam erscheint, die Anfangsdosis nicht nur 1 Woche, sondern 3-4 Wochen beizubehalten. Denn kurzzeitige Erstverschlimmerungen können die verschiedensten Ursachen haben und müssen nicht zwingend auf das Guaifenesin hinweisen. Eine ganz wesentliche Rolle scheinen dabei die Erwartungshaltung und die Angst vor der Erstverschlimmerung zu spielen. Aber auch Wetterwechsel oder körperliche sowie psychische Belastungen können zur Verstärkung der bisherigen Schmerzen führen.
Ganz wesentlich scheint mir dabei auch die Tatsache zu sein, dass Betroffene, die bisher sowohl schlechte als auch noch gute Phasen hatten, häufig sehr harte Anfangscyclen erfahren, da nicht nur die bisher bekannten Schmerzen, sondern auch einige der zukünftigen Schmerzen gemeinsam auftreten. Das verursacht verständlicherweise Angstzustände. Doch innerhalb von 3 Wochen haben diese Betroffenen auch häufig das große Glück, bereits die ersten guten Zeiten erleben zu können. Und diese Erfahrung nimmt die Angst und beruhigt die in Aufregung gebrachte Psyche. Bei diesem langsameren Beginn verläuft vermutlich der Anfangsprozess moderater, da sich der Körper besser auf das Ausschwemmen einstellen kann, bzw. mehr Zeit hat, sich an das Guaifenesin zu gewöhnen. Oft lassen in solchen Fällen nach 3-4 Wochen die Verschlechterungen bereits wieder nach. Die Möglichkeit einer ersten Dosissteigerung ist somit eher gegeben.
Die diesbezüglichen Hinweise aus dem amerikanischen Forum scheinen dies zu bestätigen.


2) Dr. Amand empfiehlt - Zitat (S. 150) : "Wenn Sie sich während der ersten Wochen nicht beträchtlich schlechter fühlen, empfehlen wir, die Dosis zu verdoppeln auf zwei Mal täglich 600 mg oder insgesamt 1200 mg pro Tag. ........Wenn sich diese Dosis für Sie als passend herausstellt, werden Sie gewöhnlich innerhalb von 7 bis 10 Tagen eine Verschlimmerung Ihrer Symptome bemerken."

Wer allerdings keinerlei Verschlechterungen während der ersten Einname erlebt, sollte zügig, das heißt nach 8 Tagen wie vorgegeben, seine erste Steigerung durchführen.


- 80% der Guaifenesinanwender haben auf diese Weise ihre individuelle Dosis gefunden.

Leider kamen bei der prozentualen Aussage Dr. Amands einige Mitglieder zu einer falschen Interpretation: Es bedeutet keinesfall, dass 80% der Guaifenesinanwender mit 1200 mg auskommen, sondern die Leute mit der Tagesdosis von 600 mg + die Leute mit der Tagesdosis 1200 mg sind zusammen 80 %, die ihre Dosis jetzt gefunden haben - oder 20 % Der Leute benötigt nur 600 mg und 60% der Leute benötigt 1200 mg.

- Dr. Amand empfiehlt, einen Monat lang bei dieser ersten Steigerungsdosis zu bleiben.

3) Sollten sich bis dahin noch immer keine Verschlimmerungen eingestellt haben, so gehören diese Patienten entweder zu den 20% der Personen, die noch eine weitere Steigerung benötigen oder es liegt eine Blockierung vor.

- Kann eine Blockierung ausgeschlossen werden, dann wird eine weitere Steigerung der Guaifenesinmenge vorgenommen.

- Mit der Dosis 1800 mg hat man eine Menge erreicht, die eine 90 prozentige Erfolgsrate beim Ausschwemmen garantiert. Dr. Amand gehört zu diesen Betroffenen.

4) Haben sich nach einem weiteren Monat noch immer keine guten und schlechten Tage im Wechsel eingestellt und kann abermals eine Blockierung ausgeschlossen werden, so nimmt man die nächste Erhöhung vor.

- Grundsätzlich konnten wir feststellen, dass es günstiger ist, eine Dosiserhöhung stets in kleinen Einzelschritten und nicht mit einer plötzlichen Verdoppelung der Menge vorzunehmen, das heißt also eine schrittweise Erhöhung über mehrere Tage.

5) Sollte es sich bei einer Dosissteigerung zeigen, dass nach einer Woche (trotz langsamer Einzeldosissteigerung über etliche Tage) die Schmerzen kein normales Funktionieren mehr zulassen, dann kann selbstverständlich wieder auf die bisherige Dosis zurückgegangen werden. Wichtig aber ist, dass es bereits zum Wechsel zwischen guten und schlechten Tagen gekommen sein muss, ein erstes Zyklen also sichtbar wurde.

- Denn bei einem Zuwenig des Guaifenesins kann der Prozess der Ausschwemmung nicht optimal in Bewegung gebracht werden, bei einem Zuviel des Guaifenesins schaffen es die Nieren aber nicht, alle ausgeschwemmten Teilchen aus dem Körper auszuleiten. Die Folge von einem Zuwenig ist die Verlängerung des Ausschwemmungsprozesses. Bei einem Zuviel ist ein erneutes Einlagern der ausgeschwemmten Teilchen notwendig, was zusätzliche Schmerzen bedeutet.

Wenn bei einem Zuviel an Guaifenesin eine erneute Einlagerung stattfinden muss, so hat dies aber nichts mit einer "Blockierung" zu tun, wie man es verschiedentlich in anderen Foren lesen kann. Denn, die Menge, die die Nieren genetisch bedingt ausschwemmen kann, verlässt auch im Fall eines Zuviel des Guaifenesins unseren Körper. Nur der Rest, der zuviel ist, wird wieder eingelagert. Und durch diese Resteinlagerung verstärken sich die Schmerzen. Aber außer erhöhten Schmerzen und einer etwas erhöhten Geldausgabe haben wir dadurch keinen Schaden. Zum Vorteil ist jedoch, dass die Schmerzfreiheit schneller erreicht wird, der Ausschwemmungsprozess etwas zügiger vonstatten geht.

6) Besonders dann, wenn sehr harte Anfangscyclen den Betroffenen quälen, und die Ursache darin liegt, dass nicht nur die bisher bekannten Schmerzen, sondern auch einige der zukünftigen Schmerzen gemeinsam aufgetreten sind, - gemeint sind damit die Schmerzen, die man ohne Anwendung der Guaifenesintherapie, also beim Fortschreiten der Fibromyalgie als nächstes bekommen hätte - kann es durchaus passieren, dass sich nach 1-2 Jahren, wenn die tieferen Gewebeschichten ausgeschwemmt werden, eine erneute Dosiserhöhung erforderlich macht. Auch in diesem Fall geht man wie oben beschrieben vor.

- Zu vermeiden ist aber grundsätzlich ein ständiges Hin und Her der Dosiseinstellung!
76 J. Guai. 27. 03. 04 /2400mg/Tag,1200-600-600. Ich gründete am 10.10.2005 das Forum Contra-dem-Schmerz.
https://contrademschmerz.wordpress.com/m…chmerzfreiheit/
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2

Mittwoch, 10. Oktober 2012, 21:43

s14 liebe Mitglieder und Gäste,

dieses Thema sollte man sich immer einmal wieder vornehmen. Denn nichts ist wichtiger als die richtige Dosis zu haben, auch wenn man alles andere exakt befolgt.

Und .. man kann etliche Jahre die richtige Dosis gehabt haben, aber wenn es in die tieferen Schichten geht, kann die bisherige Menge des Guaifenesins auf einmal doch zu wenig sein.


Auch andere wichtige Themen sollte man von Zeit zu Zeit wieder einmal lesen, so kann man weiterhin sicher sein, noch immer alles richtig zu machen.



Liebe Grüße s02

eure Isabell
76 J. Guai. 27. 03. 04 /2400mg/Tag,1200-600-600. Ich gründete am 10.10.2005 das Forum Contra-dem-Schmerz.
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