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Mittwoch, 25. Oktober 2017, 16:46

Mehr als ein Jahr Guaifenisin und noch immer Fragen....

Hallo zusammen,
mein Mann nimmt jetzt seit etwas mehr als einem Jahr Guaifenisin und hat sich immer weiter gesteigert. Nach Bekanntwerden, dass es neue Kartierungsrichtlinien gibt, haben wir die Kartiererin gewechselt und erfahren, dass sein linker Oberschenkel nicht frei war. Er musste somit schrittweise auf inzwischen 3600 mg Tagesdosis (Langzeit und Kurzzeit-Guai) erhöhen. Er hat seit einem Jahr quasi einen Dauerzyklus. Es gab nur wenige gute Tage. Die Hoffnung auf Besserung schwindet, er hält alles konsequent durch, weil ich von der Therapie überzeugt bin und ihm immer wieder Mut mache. Aber dass er so gar keine guten Tage mal dauerhaft hat, verunsichert mich auch. Die Erhöhungen im Laufe des Jahres hat er kaum bemerkt, es geht ihm halt immer schlecht. Man kann eher zwischen den schlechten und den katastrophalen Tagen unterscheiden. Er schafft so gerade eben seinen Beruf und ist abends und am Wochenende immer total erschöpft vor Schmerzen.
Ich denke, dass er letztes Wochenende zum ersten Mal blockiert war. Er hatte Kontakt zu Bootsteilen, die monatelang im Wasser gelegen haben und mit Algen und Muscheln übersäht waren. Er hat das Schwert seines Boots mit bloßen Händen getragen und sich danach in Ermangelung eigener Seife in einem Restaurant mit "normaler" Seife die Hände gewaschen. Er sagte, dass er die Seife nur Sekunden auf der Hand hatte und alles sehr gründlich abgespült hat. Aber er hatte abends noch immer leichte Verschmutzungen an den Händen. Am Tag danach ging es ihm unglaublich schlecht und ist bis heute noch immer auf schlechterem Niveau als sonst. Ich dachte, es sei die ungewohnte schwere Arbeit (das Boot wurde nach der Saison für die Winterpause aus dem Wasser geholt), aber dann kam ich auf die Idee, dass feuchte Algen doch sicher blockieren.
Was meint Ihr dazu?

Aber da es ihm immer schlecht geht, wissen wir nicht, wie man die Blockierung erkennt. Er ist sonst im Alltag super vorsichtig und befolgt alle Ratschläge zu dem Thema.

Tja, morgen haben wir wieder einen Termin zum Kartieren. Er nimmt jetzt seit vier Wochen die hohe Dosis. Ich hoffe inständig, dass es endlich reicht. Drückt uns die Daumen.
Herzliche Grüße s02
Ehemann ab 04.09.2016: 300 mg MC morgens u. 300 mg MC abends
seit 11.09.2016:600 mg MC morgens und abends
seit 28.09.2017 2400mg Langzeit und 1200mg Kurzzeit-Guai.

birgit

Meister

Beiträge: 2 728

Wohnort: Saarland

Beruf: Erzieherin i. R.

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Mittwoch, 25. Oktober 2017, 19:40

Hallo Tanja
Ich wurde auch nach den neuen Kartierungsrichtlinien kartiert und bin momentan bei 3000 mg Guai. Ich komme zwar mit der Dosis klar aber ich kenne nun wirklich
einige Mitstreiter, die alle erhöhen mußten. Auf meine Frage hin bekam ich im Amiforum die Antwort, dass etwa 10 -15 % als hochdosierte Langsamausschwemmer
gelten, die bei 3600mg oder höher klären. Es ist doch unmöglich, dass nun fast jeder nach der neuen Kartierung zu einem Hochdosierer wird. Dosen von 1800 mg
bis 3000 mg sind bei den Amis noch im Normalbereich aber ich höre nun von Dosen über 4800 mg und noch bis der linke Oberschenkel frei sein soll.
Ich selbst verstehe das nicht mehr und eigentlich müßte es da von deutscher Seite ( sprich Dora ) eigentlich mal eine Erklärung dazu geben.
Drücke euch die Daumen, dass die Dosis nun reicht.
Dann wäre ich sehr froh, wenn sich hier noch Mitglieder, die nach der neuen Kartierungsmethode kartiert wurden sich melden würden und ihre derzeitige Dosis
schreiben würden.
Und nun zu der Blockierungsfrage, er wäre nur 24 Stunden blockiert, wenn er extrem mit den Algen oder mit falscher Seife an diesem Tag in Berührung gekommen
ist. L.G. Birgit
Guaifenesin seit 5.6.2008, 62 Jahre z. Zeit 2400 mg Langzeitguai 600 mg Kurzzeitguai
liberale Diät, da sie sich positiv auf den Blutzuckerspiegel auswirkt.

Isabell

Isabell

Beiträge: 5 572

Wohnort: Sachsen-Anhalt; Altmark

Beruf: Diplom-Musikpädagoge

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3

Freitag, 27. Oktober 2017, 17:46

Zu den neuen Kartierungstechnicken und auch zu den neuerlich vermehrt höher angewendeten Dosen des Guaifenesins kann ich nichts sagen. Auch scheint mir dies im gewissen Sinne momentan modern zu sein. Lange Jahre haben wir dagegen angekämpft, dass die Leute immer geringere Dosen einsetzten. Wie es schien, gab es auch dabei keine Untergrenze, denn selbst um einzelne mg wurde gefeilscht.

Aber zur letzten Tätigkeit deines Mannes vor den höheren Schmerzen möchte ich mich äußern. Ich selbst merke noch heute( obwohl ich völlig schmerzfrei von der Fibro bin), wenn ich mich kräftemäßig verausgabt habe. Und das nicht nur für 1-2 Tage, sondern bis hin zu Wochen! Zum Einen haben wir natürlich einen Energiemangel und bauen unsere verausgabte Energie viel langsamer als gesunde Menschen wieder auf. Zum anderen beachten wir diesen Mangel zu wenig, so dass wir uns mehr als wir dürfen, belasten. Diese erhöhte Belastung scheint mitunter dahin zu führen, dass wir an den überforderten Breichen krankhaft gewordene Erscheinungen verspüren (wie beispielsweise durch Überdehnung - oder zu starke Reibung kann zu Entzündungen führen ectr.). Und genau dies führt dann dazu, dass wir unter verstärkten Beschwerden zu leiden haben, so dass wir natürlich leicht vermuten, das sei eine Blockierung durch Salicylate. Natürlich ist es dennoch wichtig, dass man unbedingt überprüft, ob womöglich eine Blockierung vorliegt. Doch diese Schmerzen einer Blockierung lassen ja nach, wenn man mit den Salicylaten nicht mehr in Kontakt kommt. Also hätten die verstärkten Schmerzen deines Mannes auf jeden Fall 24 Stunden nach dem Bergen des Bootes aus dem Wasser wieder verschwinden müssen.
Aber das allein lässt auch noch keine exakte Erklärung für die zusätzlichen Beschwerden zu. Denn genau so möglich ist es, dass durch die stärkere Belastung wieder ein neuer Schub ausgelöst wurde.

Euch wieder gute Besserung (sicher leidest du ja mit) und weiterhin viel Erfolg beim Ausschwemmen.
s21 eure Isabell
76 J. Guai. 27. 03. 04 /2400mg/Tag,1200-600-600. Ich gründete am 10.10.2005 das Forum Contra-dem-Schmerz.
https://contrademschmerz.wordpress.com/m…chmerzfreiheit/
http://judithdagota.beepworld.de/
https://guaifenesintherapie.jimdo.com/

Nur diese Mailadressen für Bestellungen verwenden:

judithdagota@contra-dem-schmerz.de
mail@contra-dem-schmerz.de

4

Freitag, 27. Oktober 2017, 18:41

Hallo zusammen,

ich wurde auch nach der neuen Methode (und von einer anderen Kartiererin wie bisher) kartiert und es wurde ebenfalls festgestellt, dass mein linker Oberschenkel noch nicht frei ist. Ich habe bis jetzt 1200 mg/Tag genommen und nahm an, dass das meine Dosis ist. (Wurde mir auch so von meiner bisherigen Kartiererin bestätigt.)

Mir wurde nun empfohlen zu erhöhen und zwar zunächst auf 1.800 mg. Bei dieser Dosis spüre ich verstärkte Muskelschmerzen in den Beinen und Armen, ansonsten komme ich damit zurecht. Ende November habe ich einen erneuten Kartierungstermin und bin sehr gespannt, ob sich jetzt etwas zum Positiven verändert hat. Ansonsten werde ich wohl auch weiter erhöhen müssen.

Liebe Tanja, ich wünsche Deinem Mann alles, alles Gute und drücke ihm die Daumen, dass es jetzt bald besser wird.

Ich würde mich auch sehr freuen, wenn sich hier weitere Mitglieder zu Wort melden würden, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben und wie hoch sie nun mit ihrer täglichen Guai-Einnahme liegen.

Liebe Grüße

Eve
Guai seit Juli 2011 - Start mit Pulver,
ab Anfang 2012 - 600-600 Mucinex,
ab 10.2013 - 600-600 Guaifenesin Perrigo
ab Anfang 2015 - 600-600 MdR-Guai bis heute
reduziere Kohlenhydrate

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Sonntag, 29. Oktober 2017, 18:57

Hallo alle zusammen,

so, jetzt waren mein Mann und ich letzten Donnerstag zum zweiten Mal bei der neuen Kartiererin. Eine Ärztin, die selber seit Jahren Guaifenisin nimmt und auch deutlich erhöhen musste. Sie war erst kürzlich auf einem weiteren Lehrgang bei Dora Meier und sagt, dass sie seit den neuen Kartierungserkenntnissen erst zwei freie Oberschenkel ertasten konnte.
Leider war auch bei meinem Mann trotz der Erhöhung in zwei Schritten auf 3600 mg nicht viel passiert. Im Nackenbereich ja, im linken Oberschenkel nur wenig. Da es ihm sehr schlecht ging, riet sie dazu, mal zwei bis drei Tage mit der Einnahme von Guai zu pausieren (laut Dr. Amand sollen wohl bis zu 10 Tage kein Problem sein) und dann mit der bisherigen Dosis wieder für eine Woche zu beginnen und dann in einer Woche um weitere 600 mg Kurzzeit-Guai zu erhöhen.
Leider hat das Pausieren gar nichts geholfen. Im Gegenteil. Es ging meinem Mann die zwei Tage ohne Guai so schlecht wie noch nie, körperlich und dadurch auch psychisch. Wir haben mit der Ärztin auch darüber gesprochen, dass die Dosierempfehlung im Buch ja irgendwie nicht stimmen kann, wenn jetzt plötzlich hier in Deutschland so viele zu Hochdosierern werden. Sie sagte, das sei Thema bei dem Treffen mit Dora Meier gewesen. Wenn ich es richtig verstanden habe, kann Dr. Amand sich das auch noch nicht ganz erklären, aber es gibt wohl die Vermutzung, dass wir Europäer eventuell genetisch doch etwas anders sind, und dass dadurch der Gendefekt eventuelle ausgeprägter ist. Ich hoffe, ich gebe das jetzt richtig wieder.
Wie dem auch sei. Mein Mann hat noch sehr viele Verhärtungen, eine konnte man sogar sehen und eine konnte er selber ertasten. Aber insgesamt habe ich das Gefühl, dass mein Mann jetzt endlich in sehr guten Händen ist, was die Kartierung angeht. Er wird alles konsequent weiter durchziehen und ich werde ihn mit allen Kräften unterstüzten.
Euch allen danke ich für Eure Beiträge. Ich werde wieder berichten, wie sich die weitere Erhöhung auswirken wird. Ende Dezember haben wir wieder einen Termin zur Kartierung.
Liebe Grüße
Tanja s02
Ehemann ab 04.09.2016: 300 mg MC morgens u. 300 mg MC abends
seit 11.09.2016:600 mg MC morgens und abends
seit 28.09.2017 2400mg Langzeit und 1200mg Kurzzeit-Guai.