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Freitag, 21. April 2017, 18:06

Stationäre Schmerztherapie - Eure Meinungen / Erfahrungen

Hallo Ihr Lieben,

mein Arzt hat mir nun eine stationäre Schmerztherapie in einem Krankenhaus vorgeschlagen, da die Möglichkeit zur Therapie dort vielseitiger sind. Ich warte nun auf Terminvergabe.

Was haltet Ihr davon, was sind Eure Erfahrungen?

Mir graust davor, dass man mich unter den Schmerzen stundenlang übers Laufband hetzt oder anderen folterähnlichen Methoden aussetzt, ungeachtet meinem aktuellem Schmerzzustand. Ich habe von Ärzten und insbesondere von Krankenhäusern wirklich die Schn**ze gestrichen voll.

Liebe Grüße,
Claudine
47 Jahre, seit 05.10.2009 Guaifenesin // Guai Pause seit Januar 2017 wg. Borreliose
Salicylatgeprüfte Pflegeprodukte und Medikamente des Forums unter http://salfreeproducts.wordpress.com

birgit

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2

Samstag, 22. April 2017, 08:23

Liebe Claudine
Bevor ich mit Guai begann war ich 2mal in stationärer Schmerztherapie. Ich denke, man kann diese Frage nicht mit "gut " oder "schlecht " beantworten, denn es
kommt darauf an in welcher Klinik du landest. Bei der ersten Tour war ich in unserem städt. Krankenhaus und ausser Schmerzmittel, Infusionen lief eigentlich
dort überhaupt nichts, da ich nach der 2. Massage diese strikt abgelehnt hatte, denn es ging mir danach nur noch miserabler..
In der 2. Klinik lief es etwas besser, ich wurde zu nichts gedrängt, Autogenes Training, Biofeedback, Maltherapie stand neben Schmerzmitteln auch auf dem
Programm. Das alles löste natürlich das Problem nicht aber die Auszeit tat mir trotzdem weitgehends " gut ".
Damals stand ich im Gegensatz zu heute noch im Arbeitsprozeß und eine Ablehnung konnte ich mir nicht leisten. Ich kann mir gut vorstellen, dass du von Ärzten
und Krankenhäusern die Nase gestrichen voll hast ( geht mir auch so ) zumal die Ärzte Fibro noch immer als Schmerzverarbeitungsstörung ansehen aber evtl.
haben sie bei der Diagnose " Borreliose " etwas mehr Durchblick zumindest erscheint ihnen das glaubhafter. Die Möglichkeit besteht, dass du dort wenigstens
wieder etwas zu Kräften kommst um weiter zu kämpfen und eine Auszeit von deinem anstrengenden Alltag hast.
Sei ganz lieb umarmt deine Birgit s02
Guaifenesin seit 5.6.2008, 63 Jahre z. Zeit 2400 mg Langzeitguai 900 mg Kurzzeitguai
liberale Diät, da sie sich positiv auf den Blutzuckerspiegel auswirkt.

3

Samstag, 22. April 2017, 12:04

Liebe Birigt,

Danke für Deinen Bericht. Das hört sich ja relativ positiv an. Mit der Massage, das kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich war vor vielen Wochen auch bei so einem Metzger von Masseurin, danach war der nächste Tag voll im Eimer. Kopfschmerzen ohne Ende. Es sind immer ganz speziellen Sehnen an der HWS/Nacken, Übergang Schädel, die bei zu starker Behandlung zu unfassbaren Kopfschmerzen führen. Am 2. Tag nach dieser Foltermassage ging es allerdings um Vieles besser, hielt aber auch nur einen Tag an.

Leider haben die normalen Ärzte (Hausärzte, Internisten) mit der Diagnose "Borreliose" noch weniger Durchblick als mit der Diagnose Fibro, so meine Erfahrung. Anders sieht das aus, wenn man einen Borreliose Spezialisten an der Hand hat, die machen andere und weiterreichende Tests und Prüfen spezielle Blut-Paramater, suchen auch nach Co-Infektionen und machen gepulste AB Infusionen, die Du bei einem "normalen" Hausarzt nie und nimmer kriegen wirst, weil es die deutsche Ärzteleitlinie für Borreliose nicht vorsieht und außerdem das Praxis-Budget viel zu sehr belastet. Daher sind Borreliose Patienten auch nicht wirklich gern gesehen (machen nur Kosten). Immer mehr glaube ich, dass an dem Thema "Borreliose- die verschwiegene Epidemie" was dran ist und hier aus absolut reinen Wirtschaftlichkeitsgründen Borreliosekranken bewusst nicht richtig geholfen wird, weil dies eine Kostenexplosion im Gesundheitssystem bedeuten würde. Außerdem verdient die Pharmaindustrie auch ganz wunderbar an Borreliosekranken, die mit vielfältigsten Beschwerden in allerlei Arztpraxen sitzen. Schon meine zwei Elisa- und Westerblot Tests werden das Praxis Budget (sieht aktuell ~ 50 Euro pro Patient pro Test) um das 6-fache gesprengt haben.

Wenn man mehrere Wochen Doxy - DAS Standart Antibiotikum- bekommen hat, gilt man als austherapiert. Danach KÖNNNEN ganz einfach keine Borrelien mehr da sein, weil sie es lt Arzt und Krankenkasse nicht DÜRFEN.
Alles was man dann noch nach Doxy als Beschwerden hat, ist entweder eine Lyme-Athritis und man bekommt Kortison (wie bei mir) oder man hat halt psychisch was an der Klatsche
Ich für meinen Teil werde mich damit nicht abfinden und so leicht abspeisen lassen und warte auf den Termin bei meinem Borre-Spezialisten.

Hast Du während Deinem Aufenthalt in der Schmerzklinik eigentlich auch psychologische Gesprächstherapie bekommen?
Zu Kräften kommen bei so einer Schmerztherapie ist bestimmt von Vorteil, aber wenn ich mir vorstelle, psychologisch auseinandergenommen zu werden, rollt es mir die Fussnägel hoch.
Da schleppe ich mich mit Schmerztabletten zugedröhnt doch lieber in die Arbeit . . .

Liebe Grüße, Claudine
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birgit

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4

Samstag, 22. April 2017, 13:51

Liebe Claudine
Ja, dort gab es einige psychologische Gruppen- und Einzelgespräche. Trotz all ihrer psychologischen Schulung konnten sie mich aber nicht aufs Glatteis führen,
denn ich überlegte mir sehr genau, was ich da antwortete und sie kamen dann zu dem Ergebnis - kein Fall für die Psychokiste. s02
In den Augen der Ärzte war ich ja auch kein Fall für Fibromyalgie, denn ich paßte nun mal nicht in ihr Muster. Diese Unwissenheit ist ja leider bis heute
das große Problem. Damals hatte ich gerade erst von Guaifenesin erfahren und gottlob machte ich mich auf diesen Weg und hörte nicht auf die Quacksalber. s01
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Isabell

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5

Samstag, 22. April 2017, 17:01

Hallo ihr beiden Lieben,

auch ich erhielt eine stationäre Schmerztherapie. Ich war in einem vorzüglichen Krankenhaus, welches später leider geschlossen wurde. Während meiner Schmerztherapie wurde mir sogar dort meine Fibromyalgie bestätigt. Einige Jahre zuvor, die Fibro wurde in einer Zeitschrift mit einem Teil ihrer Symptome vorgestellt, suchten mein Mann und ich einen Spezialisten für Fibromyalgie auf. Dieser stellte fest, dass die Symptome bei mir zutrafen, ich aber dennoch keine Fibromyalgie hätte, da ich nicht der Typ dafür sei - toller Spezialist!!

Zurück zur Schmerztherapie, ich hatte tatsächlich einige Zeit Linderung, doch natürlich kehrten alle diese Symptome nach nicht allzulanger Zeit wieder zurück und meine Fibro schritt in Riesenschritten dem Vollbild der Fibromyalgie entgegen. Nach etwa zwei Jahren erfuhr ich im Bauerforum Hinweise über unsere Guaifenesintherapie auf Doras Seite und begann sofort mit der Therapie. Damals gab es in Amerika noch sehr preiswerte Medizin mit Guaifenesin und ich kam noch wenige Monate in den Genuss diese Medizin kaufen zu können. Danach machte ich es wie Dora und stellte meine eigenen Guaifenesinkapseln her. Diese Kapseln und die Dosis tgl. 2400 mg verwende ich noch heute und habe damit eine preiswerte und wirksame Medizin.
Und dir liebe Claudine wünsche ich von ganzem Herzen, dass auch du dieses Endziel bald erreichst und du beide Krankheiten gut in den Griff bekommst. s21

Liebe Grüße
deine Isabell s04
76 J. Guai. 27. 03. 04 /2400mg/Tag,1200-600-600. Ich gründete am 10.10.2005 das Forum Contra-dem-Schmerz.
https://contrademschmerz.wordpress.com/m…chmerzfreiheit/
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Blumenfreundin

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6

Montag, 24. April 2017, 18:58

Schmerztherapie

Liebe Claudine,
auch ich war 2 Mal in Sendenhorst zur Schmerztherapie, 2014 u. 2015. Dort hatte man den ganzen Tag Programm, Wassergymnastik, Masage, Fitness u. Gespräche. Mir hat es nicht viel gebracht, außer dass ich am Abend immer völlig fertig war.
In der Klinik bekam ich Tilidin und Amitriptylin, zuletzt morgens 100mg u. abends 100mg Tilidin zur Nacht Amitrptylin.
Die Diagnose Fibromyalgie wurde dort nochmal bestätigt, aber wirkliche Hilfe für Fibro gab es nicht.
Irgendwann habe ich aufgehört dass ganze Zeug zu schlucken, es war nicht einfach, aber ich habe es geschafft.
Vielleicht hilft man dir ja die Borreliose zu besiegen, ich wünsche es dir von Herzen.
Sei lieb gegrüßt,
Christel
600/600 Guai
liberale Diät s14

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Dienstag, 25. April 2017, 19:24

Hallo Ihr LIeben,

Danke für Euer Feedback!
@Blumenfreundin: die Borreliose wird dort nicht behandelt, da geht es dann nur noch um Schmerzbehandlung, nicht Ursachenforschung. Ich habe jetzt für Ende Mai endlich den heiss ersehnten Termin bei einem Borreliose Spezialisten. Das ist derzeit meine einzige Hoffnung. Ich werde demnächst CBD Öl (enthält <0,2% THC und ist daher legal )ausprobieren, mal sehen, ob das was bringt. Aus Sali-Sicht, wird das CBD Öl, selbst über einen Vaporisateur verdampft, wohl eher nicht OK sein.

LG,
Eure Claudine
47 Jahre, seit 05.10.2009 Guaifenesin // Guai Pause seit Januar 2017 wg. Borreliose
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8

Montag, 19. Juni 2017, 20:46

Hallo zusammen,

ich wollte mich zurückmelden. Die stationäre Schmerztherapie habe ich nun hinter mir und ich kann sagen, sie hat mir sehr geholfen. Ich bin dort medikamentös eingestellt worden ( Opiat, Neuroleptikum, Antidepressiva) und meine Beschwerden und Schmerzen sind schon sehr zurückgegangen. Meine Sorgen vor der Therapie waren völlig unbegründet. Mein Rücken (LWS) schmerzt noch immer aber die restlichen Beschwerden (Kopf- und Brennschmerzen) haben sich sehr gebessert. Erst dadurch konnte ich jetzt wieder arbeiten gehen.
Ich habe übrigens nochmals die Diagnose Fibro bekommen, aber das wussten wir ja schon ;-)
Ich bin immer noch der Meinung, dass Guai der einzige Weg ist. Meine Pause mit Guai dauert schon sehr lange und die Muskelverhärtungen nehmen immer mehr zu (unter Guai nahmen diese sehr ab). Sobald ich etwas stärker bin, werde ich mit Guai einen neuen Versuch wagen.

LG, Claudine
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9

Dienstag, 20. Juni 2017, 13:45

Liebe Claudine
Schön, dass es dir doch wieder etwas besser geht und die Schmerztherapie dir etwas Erleichterung gebracht hat.
Hoffentlich kannst du bald wieder mit Guai starten ?
L.G. deine Birgit s02
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