Archiv "Kinder und Fibromyalgie"

  • s14


    liebe Mitglieder,


    hier unter diesem Thread werdet ihr zum Thema "Kinder und Fibromyalgie"


    ausführlichere Informationen erhalten.

  • Wir kennen keinen Arzt ausser Dr. St. Amand, der sich seit weit mehr als
    50 Jahren mit dem Krankheitsbild " Fibromyalgie " beschäftigt.
    In Deutschland ist es immer noch schwierig als Erwachsener diesbezüglich
    eine exakte Diagnose gestellt zu bekommen, wieviel schwieriger dann für
    ein Kind ?
    Dr. Amand erhielt von einem Hausarzt einen im Jahre 1928 verfassten
    Bericht. Dort beschrieb dieser schon Kinder mit Wachstumsschmerzen,
    großer mentaler und körperlicher Erschöpfung, kalten Extremitäten und
    schlechter Verdauung. Er zählte so viele Symptome auf, dass heute im
    Rückblick die Diagnose Fibromyalgie eindeutig ist. Schon damals behandelte
    dieser Arzt mit großem Erfolg seine Patienten mit dem so genannten
    " Baumrindenextrakt" Guaiacum.
    Ist ein nahes Familienmitglied von Fibromyalgie betroffen, gilt es auf Kinder
    und Enkel ein wachsames Auge zu werfen.


    Worauf soll ich als Eltern besonders achten ?


    Kinder täuschen selten Schmerzen vor, und wenn, sind sie noch schnell
    zu durchschauen. Kleine Kinder können Schmerzen noch nicht benennen
    und möglicherweise können Koliken bei Babys, die schreiend ihre Beine anziehen, schon eine mögliche Reaktion auf Bauchschmerzen sein.
    Es gibt keine Studien, die diese Kinder bezüglich Fibromyalgie weiter beobachten.
    Ist das Kind an manchen Morgen überdurchschnittlich müde obwohl es
    lange genug geschlafen hat ?
    Hört es während des Spiels mit Geschwistern und Freunden auf, um sich
    auszuruhen oder gar ein Nickerchen zu machen ?
    Liegen zeitweilige Gedächtnis- u. Konzentrationsstörungen vor ?
    Kann es an einem Tag mit Leichtigkeit eine Aufgabe erledigen und stellt es
    sich am nächsten Tag sehr ungeschickt an ?
    Leidet es unter Bauchschmerzen, Verstopfung, Durchfall ?
    Klagen Mädchen über Blasenentzündungen, Schmerzen beim Wasserlassen
    oder eine gereizte Scheide ?
    Klagen Kinder tagsüber über Bein- oder Knieschmerzen, die sich nachts
    verschlimmern ?
    Oft werden diese Schmerzen als Wachstumsschmerzen gedeutet aber
    Wachsen ist nicht schmerzhaft.
    Circa 50 % der erwachsenen Fibromyalgiker erinnern sich an die sogenannten " Wachstumsschmerzen " in ihrer Kindheit, aber auch
    Erschöpfung, Reizdarm oder Blasensymptome können erste Anzeichen sein.
    In späteren Jahren können bei Mädchen starke Menstruationskrämpfe
    auftreten. Die Infektanfälligkeit nimmt zu, harmlose Kinderkrankheiten
    verlaufen oft schwerer.
    Kopfschmerzen stellen sich ein, auf den Sportunterricht folgen sehr oft
    Muskelschmerzen und starkes Seitenstechen.
    Ältere Kinder erkennen allmählich, dass sie anders sind.
    Ihr Gehirn ist oftmals wie umnebelt, sie fühlen sich plötzlich schwindelig
    und ausgepumpt, die schulischen Leistungen nehmen oft ab und Lustlosigkeit macht sich breit.
    Die Symptome können allerdings wieder plötzlich verschwinden und für
    einige Zeit wird alles besser.
    Zitat von Dr. Amand
    Trotz der genetischen Übertragung können unsere Kinder ein normales,
    ausgefülltes und produktives Leben führen. Als Eltern müssen wir die
    Verantwortung übernehmen, sowohl für die Diagnose als auch eine
    wirksame Behandlung unserer Kinder sorgen. Wir müssen es tun, koste
    es was es wolle, und wir dürfen nicht aufgeben. Unsere Kinder beobachten
    und lernen von unserem Vorbild. Zitatende


    Ab wann zyklieren Kinder und wie verläuft die Behandlung ?


    Wir können uns nur auf die Angaben von Dr. Amand verlassen.
    Kinder mit FMS können schon in einem sehr frühen Alter, oft schon im Vor-
    schulalter zyklieren. Er hatte die Gelegenheit , 4 Zweijährige und 15 Vier-
    jährige zu behandeln.
    Bei den meisten Kindern beginnen die Schmerzen jedoch im Alter von
    8-10 Jahren. Sie können kommen und gehen, für Monate oder Jahre sogar
    verschwinden und dann wieder zurückkehren.
    Vor der Pubertät sind gleich viele Jungen und Mädchen betroffen. Die
    meisten Erwachsenen sind Frauen, aber dies trifft nicht auf die Zeit vor
    der Pubertät zu, Muskeln und Knochen der Teenager können noch große
    Mengen an Phosphat aufnehmen. Meist werden Jungen größer als Mädchen.
    Sie nehmen wahrscheinlich mehr Phosphat auf, als sie ausscheiden können,
    aber plötzlich kann ihr Körper jedes bisschen verwerten.
    Viele Faktoren bestimmen, wie schnell die Krankheit dann in späteren
    Jahren wieder zum Vorschein kommt.
    Da die Behandlung von Kindern mit Guaifenesin der der Erwachsenen gleicht, gilt folgende Regel. Dr. Amand beginnt bei Kinder auch mit 2mal
    300 mg täglich und steigert ihre Dosis langsam, bis spätere Kartierungen
    einen Rückgang aufzeigen.
    Bei Schulkindern ist es sinnvoll, die Anfangszeit der Therapie in die Ferien
    zu legen. Das Vorschulkind kann sich ausruhen, warme Bäder nehmen und
    Kinder aller Alterstufen können bei starken Schmerzen Ibuprofen oder
    Ähnliches als Flüssigkeit oder Tabletten einnehmen.
    Kinder sollten trotz FMS ermutigt werden mit Freunden zu spielen und
    aktiv zu bleiben, je nach Krankheitsgrad.
    Guaifenesin hat einen bitteren Geschmack und da ist etwas Einfallsreichtum
    nötig, evtl. ins Essen mischen bis das Kind Kapseln oder Tabletten schlucken
    kann. Flüssiges Guaifenesin gibt es leider in Deutschland noch nicht sondern
    nur in Amerika.
    Die " Kinderfibromyalgie " ist hier in Deutschland unbekannt, da die Krankheit nicht mit einem Gendefekt in Verbindung gebracht wird.
    Es liegt in unseren Händen auch hier " Pionierarbeit " zu leisten.
    Selbst mein Hausarzt bestätigte, dass er Familien kennt, wo FMS in ver-
    schiedenen Generationen gehäuft auftritt. Ärzte, die das Amandprotokoll
    anwenden, könnten da Ansprechpartner sein. Monentan herrscht leider
    bei den meisten immer noch die Meinung, FMS sei eine Störung in der
    Schmerzverarbeitung, psychisch bedingt oder die Krankheit existiert nicht.

    Guaifenesin seit 5.6.2008, 64 Jahre z. Zeit 2400 mg Langzeitguai 900 mg Kurzzeitguai
    liberale Diät, da sie sich positiv auf den Blutzuckerspiegel auswirkt.