Fibronebel ??????

  • Halli Ihr Lieben,


    habe mal gerade einiges über den Fibronebel gelesen.
    Der ist ja von der Symptomatik wie "sich depersonalisiert fühlen".
    Das ist auch eines der Leitsymptome meiner posttraumatischen Störung. Depersonalisation.
    Ich dachte immer: mein Gott, nun mache ich schon wieder so einen Sch....ss wegen meiner Störung durch, dabei ist der Fibronebel auch exat das, was ich dann manchmal habe.
    Habe schon häufiger zu meiner Therapeutin gesagt, dass ich jetzt gerade nicht glaube, dass es psychisch schlimmer geworden ist, sondern dass der Nebel (oder das traumartige Erleben) mit den erneuten Schmerzschüben kam...
    Ich finde es verwirrend, das beides zusammen zu haben und bin so gespannt auf das Guai (es ist immer noch nicht da), weil ich dann vielleicht in einiger Zeit klarere Zuordnungen treffen kann s16


    Liebe Grüsse
    Kiana

    NUR, WER DAS LICHT BEWEGEN LERNT,
    KANN DEN SCHATTEN GEBIETEN.
    G. Meyrink
    **************************************
    34 Jahre, Guai seit 4.05.2010, 600mg - 600mg, HG liberal

    Einmal editiert, zuletzt von kiana ()

  • s14 liebe Kiana,


    ein hoch interessantes Thema, welches du hier ansprichst s05. Die meisten von uns leiden darunter und vor Allem hatten auch lange Zeit Ängste als Folge dieser Symptome, weil sie sich diese Situationen nur schwer erklären konnten und angst hatten, verrückt zu werden.


    ?( :rolleyes: :evil: :( 8o



    Es wäre sehr schön, wenn hier nun möglichst viele Mitglieder dazu ihre Erfahrungen beisteuern würden, es also zu einer regen Diskussion zur Thematik Fibronebel käme.


    Ganz liebe Grüße


    Isabell

  • Ich hatte gestern ein Schlüsselerlebnis: es ist nicht normal, dass man manchmal neben sich steht und sich selbst beobachtet?!!


    ........ ich kenne das, seitdem ich denken kann und hielt es für normal (was für ein Glück, ich hatte in den letzten Wochen auch so schon oft genug das Gefühl, abzudrehen, dement zu sein oder meinen Verstand zu verlieren....)


    lg Karla

  • Hallo.


    Jetzt ist mir der ganze wohl formulierte Text abgestürzt s07,
    ich bin jetzt ganz fertig.
    Hatte es gerade auf die Reihe gebracht, das alles mal ein bißchen zu formulieren.
    Mist.


    Für jetzt erstmal tschüssi s07
    Kiana

    NUR, WER DAS LICHT BEWEGEN LERNT,
    KANN DEN SCHATTEN GEBIETEN.
    G. Meyrink
    **************************************
    34 Jahre, Guai seit 4.05.2010, 600mg - 600mg, HG liberal

  • s14liebe Kiana,


    genau das passiert mir auch öfter in regelmäßiger Unregelmäßigkeit und ich bin dann genau so sauer wie du jetzt s01 s15. Deshalb habe ich mir angewöhnt, längere Texte zu kopieren.


    Doch wenns eine Weile gut ging, macht sich das Fibrohirn wieder breit und flutsch, ist alles WIEDER weg. s17



    Mach dir nichts draus, stell dir einfach vor, dass dies nur ein Training war. s13


    Und dann einfach auf ein neues s34


    Sei lieb gegrüßt s04


    Isabell

  • Hallo Kiana,


    das ist zwar doof und ärgerlich - aber unglaublich tröstlich.


    Wie oft ist mir das schon passiert.


    Kopf hoch,


    lg Karla

  • s14 Ihr Lieben,


    ich habe ein paar sehr interessante Seiten zum Fibronebel passend, gefunden. Und wenn auch sicher einige Leute meinen, Wikipedia sei unseriös, so findet man dort zumindest die besten und relativ kurzen Erklärungen (sogar häufig wissenschaftlich untermauert).


    http://de.wikipedia.org/wiki/Depersonalisation


    und auch hier:



    http://de.wikipedia.org/wiki/Derealisation



    Liebe Grüße s16


    Isabell

  • Hallo Isabell,


    ja, das passt alles. Ich schau öfter mal bei Wiki rein s16 , hihi.


    So, jetzt darf man ja alle an Fibronebel erkrankten mal erleichtern: das, was sich wie "Verrückt-werden" anfühlt und auch den psychischen Störungen zugeordnet wird, ist kein Verrücktwerden!


    Ich selbt habe eine ausgeprägte Störung, die mit Dissoziation einhergeht (Leitsymptomatik u.a. Depersonalistion etc.), das ist kein Verrücktsein (überhaupt nicht), sondern ein Überlebensmuster aus der Kindheit (im Übrigen ein recht kreatives und sehr hilfreiches).
    Es ist so in dem Bereich wie eine SEHR komplexe posttraumatische Belastungsstörung anzusiedeln. Die Menschen, die eine solche haben, sind ja auch nicht verrückt, es sind ihnen nur Dinge zugestossen, die sie nicht normal verarbeiten konnten.
    Wenn man traumatisiert wird und eine Posttraumatische Belastungsstörung UND Fibro hat, ist es schonmal schwer, den Fibronebel von Depersonalistion und Derealistation zu unterscheiden.
    Mich würde interessieren, warum tritt er bei Fibro so stark auf?
    Ist das irgendwo in den Büchern beschreiben (Dr. Amand)? Ablagerungen etc.?
    Tritt Depers. und Dereal. vielleicht auch auf, weil man so "belastet" von Schmerz und Co ist, dass die Psyche sich durch den Fibronebel abgrenzt und Umwelt, Schmerz und Co, ja vor allem die eigene Person verschwimmen lässt? Dann wäre es ja wieder kreativ.
    Menschen mit traumatischen Erlebnissen (egal welchen Alters) haben bei einer PTBS nachher Probleme mit traumähnlichen Zuständen (Nebel).
    Kann es denn auch sein, dass Schmerz und Co uns Betroffene so stark belastet, dass das Gehirn einen Fluchtweg wählt ?


    Ich beschäftige mich jetzt zig Jahre mit Traumata und Co, weil ich betroffen bin und damit auch extrem mit Gehirn, Psyche und Co.
    Ich bin immer wieder erstaunt, was unser Gehirn bewerkstelligt.
    Vieles ist für irgendetwas gut.
    Und dadurch, dass ich in der Kindheit und später dissozieren konnte, habe ich überlebt. Ich bedanke mich bei meinem Gehirn s16.


    So, jetzt habe ich was ganz anderes geschrieben als ich gestern schreiben wollte, aber das von gestern trag ich dann vielleicht heute noch irgendwann nach.


    Liebe Grüsse s02
    mir gefällts so bei Euch, würde gern ein bißchen hin und her schreiben..


    Kiana


    Nachtrag:
    Ich habe in der Psychotherapie gelernt, mich aus solchen Nebelzuständen rauszuholen (Derealisationszuständen). Ob das auch mit dem Fibronebel geht?

    NUR, WER DAS LICHT BEWEGEN LERNT,
    KANN DEN SCHATTEN GEBIETEN.
    G. Meyrink
    **************************************
    34 Jahre, Guai seit 4.05.2010, 600mg - 600mg, HG liberal

    5 Mal editiert, zuletzt von kiana ()

  • Laut Dr. Amand ist es während der Gehirnzyklen besonders bei weibl. Patienten üblich, dass sie überempfindlich auf helles Licht, Gerüche und andere
    äußere Reize reagieren. Die gewöhnlichen Geräusche eines Fernsehers können
    schon ernsthaftes Unbehagen verursachen, fluoreszierende Lampen können
    unerträglich sein u. selbst teures Parfüm kann Übelkeit hervorrufen.
    Diese Symptomkombination hat fälschlicherweise Ärzte dazu gebracht, nach
    sonderbaren Allergien oder chemischen Empfindlichkeiten zu suchen. Das er-
    klärt mir auch, warum einige Ärzte " Fibromyalgie " in dieses Fach stecken.
    Euch noch einen erträglichen Tag Birgit

    Guaifenesin seit 5.6.2008, 65 Jahre z. Zeit 1800 mg Langzeitguai 1200 mg Kurzzeitguai
    liberale Diät, da sie sich positiv auf den Blutzuckerspiegel auswirkt.

  • Ihr Lieben


    Ja, wirklich ein interessantes Thema s05..kurz will ich euch erzählen wie das bei mir war..glücklicherweise litt ich jahre lang "nur" unter schmerzen, zwar ziemlich stark und auch unter anderen Symptomen..auch in der Fibroselbshilfegruppe habe ich immer nur vom Fibronebel gehört und mir gedacht" was haben die denn blos, was ist das?" ich konnte mir das nie vorstellen, davon blieb ich 8 jahre verschont! Doch mit dem Stess und der überforderung im Jahre 2008 kam der Nervenzusammenbruch und die Depression und komischerweise von da an der schlimmste Fibronebel, den ich ja nie hatte..das hat mich echt sehr erschreckt, aber da ich von anderen wusste, hatte ich nicht wirklich angst..die damals starken Antidepressiva Seroquel, machten das ganze noch schlimmer und ich setzte sie sofort ab..seit da hab ich auch die extreme Vergesslickeit, Wortfindungsstörungen, Verwirrtheit, das gefühl das schon mal erlebt zu haben, etc. ich weiss nicht, aber ich nehme mal an, das ich nicht die einzige bin, die jahre lang nur an schmerzen, verdauungsproblemen etc litt..schlafprobleme hatte ich eineinhalb jahre lang ganz schlimm, aber das wurde wieder besser..erlebte das von euch jemand so wie ich??




    Seid lieb gegrüsst


    Rahel

  • Hallo liebe Birgit,


    interessant, was Du da schreibst, denn eine meiner zahlreichen Diagnosen ist auch starke Hochsensibilität (wenn man das eine Diagnose nennen kann, das ist eher eine Konstitution). Ich schnitt beim Test an der absoluten Obergrenze ab. Ich reagiere in allen von Dir genannten Bereichen hochsensibel. Als ich mir nach Jahren ohne Fernseher mal einen zulegte und ihn anschaltete, musste ich erstmal weinen, weil ich ihn einfach unerträglich fand. Ich schau immer noch so gut wie nie fernsehen. Ich kann schlecht in grosse Städte fahren/gehen (Lärm/Reizüberflutung), deshalb wohne ich ABSOLUT auf dem Land.
    Meine Nase ist so hochsensibel, dass ich alles "erriechen" kann.
    Schwingungen und Energien von anderen Menschen gehen nie an mir vorüber, ich nehm das fast ungefilltert auf und habe dann Mühe, es zu verarbeiten. Ein Fluch manchmal, manchmal auch eine Gabe.
    Also, mit dem, was Du über Dr. Amands Erkenntnisse geschreiben hast, kann ich mich 100% identifizieren.


    Hallo liebe Haexli,
    also ich hatte diesen Nebel, soweit ich zurück denken kann. Seit meiner Psychotherapie kann ich ihn besser einordnen und besser erkennen und auch was dagegen tun. Ich hatte Depressionen und Nebel auch vor den Schmerzen. Schmerzen habe ich "erst" seit ca. sechs Jahren, (davon auch nur eines richtig schlimm), war als Kind bloss ständig krank, also infektanfällig ohne Ende.
    Was ich momentan am meisten hasse, obwohl ich starke Schmerzen habe und jeden Tag ! Schmerzmittel nehme, ist die absolute Erschöpfung. Wenn es nach mir ginge, müsste ich Bett nicht mehr verlassen. Ich tu es jeden Tag aufs Neue, reiss mich ohne Ende zusammen, weil ich Kinder habe. Aber in mir ist immer die Sehnsucht nach dem Bett. Und ich fühl mich noch nicht einmal depressiv, einfach nur tierisch erschöpft, am Ende.


    Liebe Grüsse
    Kiana

    NUR, WER DAS LICHT BEWEGEN LERNT,
    KANN DEN SCHATTEN GEBIETEN.
    G. Meyrink
    **************************************
    34 Jahre, Guai seit 4.05.2010, 600mg - 600mg, HG liberal

  • s14 liebe Mitglieder,


    ich habe mal wieder ein immer aktuelles Thema aus der Versenkung hervorgeholt. Es ist eine Diskussion zum Fibronebel. Froh kann sein, wer nie darunter litt oder auch jemand wie ich, der kaum noch darunter zu leiden hat.


    Doch keine Sorge, auch ihr werdet dieses lästige Symptom noch los und fühlt euch dann echt wie neugeboren s05 s02.



    Liebe Grüße s15


    eure Isabell